Meilenstein für die „Mössinger Höfe“: Städtebaulicher Vertrag unterzeichnet
29 April '26
Ein bedeutendes Projekt für die Stadtentwicklung in Mössingen biegt auf die Zielgerade ein: Mit der Unterzeichnung des städtebaulichen Vertrags wurde das Fundament für ein neues, lebendiges Wohnquartier auf dem ehemaligen Hoeckle-Areal gelegt.
Wo einst Industrie den Takt angab, entsteht Raum für bis zu 1.000 Menschen. Im Mössinger Rathaus besiegelten Oberbürgermeister Michael Bulander, Thomas Müller (Geschäftsführer Hofmann Haus) sowie Alexander Heinzmann (CEO BPD in Deutschland) und Marcus Reutter (BPD Regionalleiter Südwest) die Kooperation. Damit sind alle rechtlichen Weichen für die Umsetzung des Vorhabens gestellt.
Unterzeichnung des städtebaulichen Vertrags für die Mössinger Höfe am 24. April 2026. V.l.n.r. Marcus Reutter (Leiter Region Südwest bei BPD), Alexander Heinzmann (CEO BPD in Deutschland), Michael Bulander (Oberbürgermeister) und Thomas Müller (Geschäftsführer von Hofmann Haus).
Ein Quartier für alle Lebensentwürfe
Unter dem Namen „Mössinger Höfe“ entsteht ein vielfältiges Wohnangebot, das unterschiedlichsten Bedürfnissen gerecht wird. Neben klassischem Wohnraum in Form von Miet- und Eigentumswohnungen sieht das Konzept auch geförderten Wohnungsbau sowie gemeinschaftliche Wohnformen vor. Zudem werden Grundstücke für private Baugruppen und Baugemeinschaften bereitgestellt, um eine bunte und lebendige Nachbarschaft zu fördern.
„Mit dem Quartier namens Mössinger Höfe wird die vorhandene Stadtstruktur sinnvoll ergänzt und langfristig gestärkt. Uns war wichtig, eine Entwicklung zu ermöglichen, die sowohl dringend benötigten Wohnraum schafft als auch unterschiedliche Lebensentwürfe berücksichtigt und damit einen wertvollen Beitrag zur Stadtentwicklung in Mössingen leistet.“
Oberbürgermeister Michael Bulander
Nachhaltigkeit im Fokus: Das Schwammstadt-Prinzip
Die Transformation der Industriebrache erfolgt nach modernsten ökologischen Standards. Die „blau-grüne“ Quartiersentwicklung setzt auf:
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Energie: Effiziente Neubauten mit Versorgung über Wärmepumpen und Photovoltaik.
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Wassermanagement: Anwendung des Schwammstadtprinzips, bei dem Regenwasser vor Ort zurückgehalten und in die Grünflächen integriert wird.
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Identität & Historie: Das historische Pförtnerhäuschen bleibt als künftiges Quartierszentrum erhalten.
„Das Hoeckle-Areal bietet die Chance, einen neuen, zukunftsfähigen Stadtbaustein aus der vorhandenen Struktur heraus zu entwickeln. Gemeinsam mit der Stadt Mössingen und Hofmann Haus schaffen wir ein Quartier, das Wohnen, Freiraumqualität und nachhaltige Lösungen zusammenführt und damit einen Mehrwert für die Stadt und ihre Bewohner bietet.“
Alexander Heinzmann, CEO von BPD in Deutschland
Umsetzung und Ausblick
Derzeit erfolgt die Vorbereitung für den Rückbau der Bestandsgebäude sowie die notwendige Bodensanierung. Die Erschließung des Areals ist in zwei Abschnitten von Süden nach Norden geplant. Im Anschluss folgen die ersten Hochbaumaßnahmen im ersten Bauabschnitt durch Hofmann Haus, während die Stadt die Vergabe einzelner Baufelder an Baugruppen steuert.
Das Wohnbauvorhaben steht exemplarisch für die Umnutzung innerstädtischer Brachflächen und zeigt, wie durch partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Kommune und privatwirtschaftlichen Akteuren nachhaltige und zugleich wirtschaftlich tragfähige Quartiersentwicklungen umgesetzt werden können.